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timeline 1911 (pauls geburtsjahr)
Beim Feuer in der Triangle Shirtwaist Company werden 146 Frauen getötet - Empörung der Öffentlichkeit führt zu besseren Arbeitsbedingungen in Fabriken | Im April wird ein Rekord gebrochen - Es kommen 11.745 Einwanderer auf Ellis Island an | ebenso 1911 geboren sind: Louise Bourgeois (Künstlerin), Gustave Gilbert (Psychologe), Tennessee Williams (Schriftsteller), Big Joe Turner (schwarzer Bluessänger) und David Seymour (Photograph).

Image paul goodman

Paul Goodman “man of letters” he called himself

Paul Goodman erblickte am 09. September 1911 in New York in Greenwich Village (Washington Heights - den kultivierten Uptowns) das Licht der Welt.

Er war das 4. Kind von Augusta und Barnet Schatz, beide aus deutsch-jüdischen wohlhabenden Familien stammend. Sein Vater Barnet Schatz war ein geschätzter Antiquitätenhändler und Auktionär, der am Tag der Geburt von Paul von seiner Frau geschieden wurde und mit seiner Geliebten nach Buenos Aires auswanderte. Pauls Mutter blieb entäuscht mit den vier Kindern (zwei Töchtern und zwei Söhnen) zurück, nahm wieder ihren alten Namen Goodman an und die Familie mußte nahezu von einen auf den anderen Tag Abschied vom Wohlstand nehmen. Augusta Goodmans Familie die seit 1808 in den USA lebte, gehörten einer jüdischen Kulturgruppe an, die zur Sephardim-Tradition gehörten. (http://www.sephardicstudies.org/ http://de.wikipedia.org/wiki/Sephardim). Die Sephardime brachten arabische Wissenschaften und die griechische Philosophie, wie zB. Aristoteles nach Europa. Paul Goodman war sehr stolz auf seine Wurzeln und setzt sich später in seinen Essays darüber auseinander.

Washington Height Bridge  1910
Washington Height Bridge 1910
typisches Haus in Greenwich 1910
typisches Haus in Greenwich 1910

 

Anfang des Jahrhunderts war New York City ein Schmelztiegel von Immigranten.
Mit 2 Millionen Juden war New York die jüdischste aller Städte außerhalb Israels. Ab 1900 bildeten sich zahlreiche politische und kulturelle Organisationen. Die Juden dominierten das intellektuelle und kulturelle Leben New Yorks. Die deutschen Juden wurden Uptown Jews genannt und hatten höhere Positionen inne. Die Downtown Jews (überwiegend Ostjuden) waren meist einfache Arbeiter. Um 1910 machten die Jews ein Viertel von NY’s Gesamtbevölkerung aus. Theater und Zeitungsverlage wurden u.a. von ihnen gegründet. Antisemitismus gegenüber den Juden gab es tendenziell; jedoch sehr massiv tagtäglich gegen die eigenen ‘Schwarzen’ Residents.

 
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